Academic Life

Digitales Semester – Tipps für das Studium von Zuhause

Digitales Semester 2020: Das Sommersemester ist fast geschafft — Zeit Bilanz zu ziehen: Was hat bei Dir im Studium von Zuhause aus besser geklappt, was hat weniger funktioniert? Thesius zeigt Dir, welche Gefahren auf Euch lauern, wenn das Studium nur noch online stattfindet und wie man diese am besten bezwingt!


Die Deadline-Gefahr

Klar, an Fristen sollte man immer denken — aber gerade wenn man digital von zu Hause aus studiert, kann es schneller passieren, dass eine Deadline vergessen wird. Der fehlende Kontakt zu Deinen Kommilitonen trägt noch dazu bei, dass der gelegentliche Alarm eines besonders aufmerksamen Kommilitonen „Denkt dran, morgen ist die Prüfungsanmeldephase vorbei!“ im Whatsapp Gruppenchat untergeht. Informiere Dich daher genau und versichere Dich lieber einmal zu viel als zu wenig, damit Du keine wichtige Frist verpasst. Am besten schreibst Du Dir die Deadlines auf einen Notizzettel und platzierst diesen gut sichtbar an Deinem Schreibtisch. Setze Dir außerdem eine Erinnerung auf Deinem Handy oder Computer und Du wirst auch den Überblick im digitalen Semester nicht verlieren! Wie Du die Deadline zu Deinem besten Freund machst, erfährst Du übrigens hier.


Zuhause lernen = Prokrastination?

Viele Studierende — ja eigentlich die Mehrheit aller Menschen — profitieren von einer räumlichen Trennung, wenn es ums produktive Arbeiten geht. Klar, der Feierabend fühlt sich nicht wirklich berauschend an, wenn Du am Ende des Tages auf der Couch einfach nur zehn Zentimeter weiter nach rechts rückst. Wenn die Bibliothek geschlossen hat und keine Lerngruppe zur Verfügung steht, dann brauchst Du meist die doppelte Portion an Motivation, um Dich daheim genauso produktiv an Dein Skript zu setzen. Setze Dir am besten feste Lernzeiten und halte diese so genau wie möglich ein. Am leichtesten ist es übrigens, wenn Du direkt morgens mit der unangenehmsten Aufgabe des Tages loslegst. Die Eat that Frog-Methode könnte Dir dabei helfen. Außerdem könntest Du Dir eine andersfarbige Schreibtischunterlage kaufen, um zumindest eine optische Trennung von Deiner Freizeit zu generieren. Schau auch mal nach anderen Zeitmanagement-Methoden. Auf Thesius gibt’s hier eine gute Übersicht.


Digitales Semester: Einsamkeit

Nicht zu nervigen Präsenzveranstaltungen zu müssen, ist wohl ein kleiner Trost im digitalen Semester, wenn man den Kontakt zu anderen Studierenden vermisst. Gerade als Erstsemester in einer neuen Stadt spürt man schnell das Alleinsein. Die Glücksstudie hat bereits gezeigt, dass unsere Beziehungen zu anderen Menschen am wichtigsten für unsere Lebenszufriedenheit sind. Vernetze Dich also mit Deinen Kommilitonen und ergreife auch mal die Initiative, wenn Du noch niemanden kennst. Die meisten Lernplattformen bieten die Möglichkeit, eine Diskussion zu eröffnen oder private Nachrichten zu schreiben. Auf Facebook gibt es zudem in jeder größeren Stadt Gruppen für frisch Zugezogene. Halte den Mindestabstand und die jeweiligen Regeln in Deinem Bundesland ein, und einem Treffen, mit hoffentlich neuen Freunden, steht nichts mehr im Wege.


Das Lotterleben im digitalen Semester

Niemand außer Dein Skript muss Dich sehen und zu Besuch kommt auch niemand unter der Woche? Die Jogginghose und Du seid seit dem digitalen Semester beste Freunde geworden? Das Lotterleben ist ja schön und gut, aber spätestens wenn es Deine Stimmung drückt, solltest Du gegensteuern. Mach klar Schiff in Deiner Wohnung oder Deinem WG-Zimmer und Du wirst direkt besser lernen können! Natürlich solltest Du nicht drei Tage vor der Klausur mit dem Frühjahrsputz anfangen. Das ist dann nämlich einfach nur eine Form von Prokrastination. Jedenfalls kannst Du das Motto „Dress for Success“ auch daheim anwenden und die Jogginghose gegen Dein normales Uni-Outfit eintauschen, wenn Du das Gefühl hast, dass es Dir helfen kann, effizienter zu arbeiten. Verabrede Dich außerdem nach dem Lernen mit Freunden, sei es auch nur per Videochat, dann hast Du einen guten Grund aus der Jogginghose zu hüpfen.


Digitales Semester: Zu viel wollen

Die Gefahr, zu viel auf einmal zu wollen, ist gerade im digitalen Semester besonders hoch. Viele Studierende überschätzen die gesparte Zeit, die sich durch das Online Studium ergibt. Klar, Du musst nicht mehr zur Uni fahren und das Seminar um 16:15 Uhr am Freitag verliert auch seinen bitteren Beigeschmack, wenn Du sowieso schon Zuhause bist. Übernimm Dich trotzdem nicht, denn oftmals neigen Professoren dazu, wenn sie schon mal die E-Learning-Möglichkeiten nutzen, diese auch auszuschöpfen. Das Resultat: eine geballte Menge an Online-Abgaben, durch die man sich allein kämpfen muss. Schätze also Deine Leistungsfähigkeit und Deinen Willen so objektiv wie möglich ein, um Dich nicht zu überlasten. Eine gute Selbst-Organisation hilft Dir dabei.


Thesius wünscht Dir viel Erfolg und begleitet Dich durch Dein gesamtes Studium – von der ersten Hausarbeit bis zur Bachelorarbeit und Masterthesis!


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