Was machst Du nach dem Abitur?
Academic Life

Nach dem Abitur: Was will ich? – Tipps zum Entscheiden

Nach dem Abitur stellen nicht nur Freunde und Verwandtschaft die berühmt-berüchtigte Frage: „Und was willst Du nun machen?“ Sicher hast Du Dich das auch schon selbst gefragt. Die Möglichkeiten nach dem Abschluss scheinen unbegrenzt. Studieren oder eine Ausbildung absolvieren? Duales Studium, Fachhochschule, Uni? Und überhaupt, welcher Studiengang? Thesius gibt Dir den Überblick!


Die Ausbildung mit Abitur

Was machen nach dem Schulabschluss? Nach dem Abitur muss es nicht unbedingt ein (duales) Studium sein. Viele Arbeitgeber bevorzugen Abiturienten als Auszubildende. Rund ein Drittel aller Ausbildungsplätze geht mittlerweile an Schulabsolventen mit Abitur. Die meisten Ausbildungsplätze werden im September vergeben und dauern drei Jahre. Oft besteht bei guten Leistungen die Möglichkeit, die Ausbildungsdauer um ein Jahr zu verkürzen. Es gibt einige Vorteile einer Ausbildung gegenüber einem klassischen Studium: Du verdienst direkt Geld und kannst praxisnah einen Beruf erlernen. Allerdings wirst Du langfristig mit einem Studium in der Regel besser verdienen und ein Branchenwechsel ist deutlich einfacher. Die bestbezahlten Ausbildungsberufe sind unter anderem Fluglotse, Finanzwirt und Sozialversicherungsfachangestellter.


Das Studium nach dem Abitur

Soll ich studieren? Wenn Du bereits in der Schule gern gelernt hast und große Stoffmengen an theoretischem Wissen Dich nicht abschrecken, kann ein Studium die richtige Wahl sein. Nach dem Abitur entscheiden sich viele für’s Studieren. Eine selbstständige Lernweise, eigene Motivation und Disziplin helfen Dir, egal für welches Studienfach Du Dich entscheidest. Viele Studienfächer sind zulassungsbeschränkt; das gilt insbesondere für Medizin und Psychologie. Beide Fächer haben bundesweit NCs von 1,0 bis 1,5. Die Nachteile am Studium sind sicherlich kurzfristig finanzieller Natur. Ein Bachelorstudium dauert in der Regel drei Jahre und Du musst Deinen Lebensunterhalt selbst organisieren. Mit BAföG, einem Stipendium, einem Nebenjob oder der Unterstützung Deiner Eltern ist die Finanzierbarkeit aber kein Problem.


Die Qual der Wahl: Das Studienfach

Die nächste Frage, die sich viele nach dem Abitur stellen, ist: „Was soll ich studieren?“ Deutschlandweit gibt es über 9000 verschiedene Studiengänge. Zu den beliebtesten Fächern gehören Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaften und Maschinenbau. Aber auch exotische Fächer wie „Logik“ an der Universität Leipzig oder „Friesische Philologie“ an der Universität Kiel haben ihre Daseinsberechtigung. Überlege Dir genau, was Deine Stärken, Schwächen und Interessen sind. Ziehe außerdem weitere Faktoren wie Berufsaussichten, Standort und Größe der Universitäten in Betracht. Am besten schaust Du Dir die Studienverlaufspläne der einzelnen Studiengänge an verschiedenen Universitäten an. Außerdem bieten viele Hochschule Schnuppertage für Schüler an. Sprich außerdem mit Familie und Freunden und nimm an einer Beratung zur Studienwahl teil.


Bachelor of Arts oder Science?

Einige Studiengänge werden als Bachelor of Arts und als Bachelor of Science angeboten. In der Regel sind aber Bachelor of Arts in geistes- und sozialwissenschaftlichen Studiengängen zu finden, während Bachelor of Science-Studiengänge eher den MINT-Fächern zugeordnet werden. Falls Dein Wunschstudiengang sowohl als B.A. als auch als B.Sc. angeboten wird, so ist das meist auf den Schwerpunkt zurückzuführen. Gerade in Wirtschaftswissenschaften ist ein Bachelor of Science meist mathematischer. Neben diesen zwei Abschlüssen gibt es noch den Bachelor of Education, der für lehramtsbezogene Studiengänge vergeben wird. Außerdem gibt es noch fünf weitere Abschlussbezeichnungen, wie den Bachelor of Engineering oder den Bachelor of Fine Arts.


Das Duale Studium

Das duale Studium verknüpft die Vorteile eines Bachelorstudiums mit denen einer Ausbildung. Du erhältst ein Gehalt und sammelst praktische Erfahrung, während Du gleichzeitig einen akademischen Abschluss anstrebst. Nachteilig könnte allerdings die hohe Doppelbelastung sowie die Bindung an einen bestimmten Arbeitgeber sein. Auch das typische Studentenleben kommt bei Dualstudierenden oft etwas zu kurz. Ebenfalls zu beachten ist, dass die Bewerbungen mehr für einen dualen Studienplatz mehr Aufwand kosten. Für fleißige Abiturienten, die ein bestimmtes Berufsziel oder einen bestimmten Arbeitgeber im Auge haben, ist ein duales Studium eine gute Wahl.


Nach dem Abitur einen Ausbildungs- und Studienort finden

Die Wahl des Ausbildungs- oder Studienorts wird von vielen nach dem Abitur vernachlässigt. Natürlich hat kaum jemand eine freie Wahl, vor allem nicht bei den sehr beliebten Studienfächern mit hohem NC. Dennoch profitierst Du davon, wenn Du Dir eine Excel-Tabelle mit den möglichen Universitäten und Ausbildungsstätten anlegst. Wichtige Faktoren für die Entscheidung des Standorts sind Mietpreise, Anbindung an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr, Unterschiede im Studienverlaufsplan oder im Gehalt und das Ansehen der Universität oder der Ausbildungsstätte. Ein WG-Zimmer in München findest Du beispielsweise oft erst ab 500 €, während ein WG-Zimmer in Leipzig weniger als die Hälfte kostet.

Egal, wo Du nach dem Abitur Deine Zukunft beginnst, Thesius wünscht Dir viel Erfolg und begleitet Dich durch Dein gesamtes Studium – von der ersten Hausarbeit bis zur Bachelorarbeit und Masterthesis!


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