Personaler verstehen: erfolgreich bewerben
Career

Erfolgreiche Bewerbung: Personaler verstehen

„Versetzen Sie sich mal in meine Lage!“ – das ist ein Satz, der meist dann fällt, wenn sich jemand unverstanden fühlt und frustriert ist. Es lohnt sich jedoch stets, sich in sein Gegenüber hineinzuversetzen. Empathie und Verständnis helfen grundsätzlich in allen Lebenslagen weiter. Statt beim nächsten Vorstellungsgespräch den Personaler als Funktionsträger und Feind zu sehen, versetze Dich in dessen Lage und meistere so das Bewerbungsgespräch!


Der Personaler – auch nur ein Mensch

Mache Dir bewusst, dass gerade HR Manager sehr viele Vorstellungsgespräche führen. Ein Frage-Antwort-Spiel, in dem Du nur einsilbig antwortest, ist nicht nur für Dich, sondern auch für den Personaler anstrengend. Sei nicht zu schüchtern, sondern versuche, das Gespräch in Gang zu halten. Sei freundlich und respektvoll und versetze Dich in die Lage des Personalers. Welchen Bewerber würdest Du sympathisch finden und woran würdest Du Kompetenz festmachen? Was wäre ein gutes Vorstellungsgespräch aus Sicht des Einstellenden? Wenn Du Dir dieser Perspektive bewusst bist, kannst Du Dich gut beweisen: Schließlich ist der Recruiter auch nur ein Mensch. 


Vorsicht vor Standardantworten

Für das Vorstellungsgespräch möchte man natürlich so gut wie möglich vorbereitet sein. Viele suchen deshalb im Internet nach Tipps. Diese Methode kann sich aber als Falle entpuppen! Deine größten Schw��chen sind Dein Perfektionismus, Deine Ungeduld und dass Du ein Workaholic bist? Kommt Dir das bekannt vor? Standardantworten hören Personaler ständig und enttarnen sie schnell als solche. Versetze Dich also in die Lage der Mitarbeiter, die regelmäßig Vorstellungsgespräche führen. Was würde Dich beeindrucken, was stören? Wenn von 50 Bewerbern zwei Drittel behaupten, ihre Schwäche sei ihr Arbeitswille, dann kann auch ein Personalleiter mental auschecken. 


Lass Deine Marotten zuhause

Ob Du es glaubst oder nicht: Personaler können Dir von den verrücktesten Begegnungen erzählen: Von einem Kandidaten, der seinen Fahrradhelm die ganze Zeit über anlässt, oder von einem Bewerber, der sich ständig ins Gesicht fasst – Personaler erfahren unfreiwillig die merkwürdigsten Marotten ihres Gegenübers. Überlege Dir, ob Du auch Marotten hast und vermeide sie im Vorstellungsgespräch! Frage Deine Freunde oder Familie, ob sie eine Eigenart von Dir kennen, die negativ im Bewerbungsgespräch auffallen könnte. Das können kleine Eigenheiten, wie ein zu häufiges „Äh“ beim Sprechen oder auch auffallendere Dinge, wie mangelnder Augenkontakt 


Das erfolgreiche Vorstellungsgespräch

Versuche, authentisch und souverän zu sein. Solltest Du mit Nervosität kämpfen, ist das allerdings auch nicht schlimm. Gute Personaler haben Techniken, um das Gespräch aufzulockern. Natürlichkeit schützt Dich am besten vor fiesen Fragen, denn diese dienen oft dazu, den Bewerber aus seinem Standardantwort-Modus herauszukitzeln. Wirst Du nach Deinen Schwächen gefragt, gib nicht die Standardantwort „Perfektionismus“, sondern denke darüber nach, welche Schwächen Du tatsächlich hast. Natürlich sollten diese nicht mit dem Anforderungsprofil korrelieren. Suchst Du beispielsweise eine Stelle als Informatiker, darfst Du gerne zugeben, nicht so gerne vor vielen Leuten zu sprechen.


Viel Erfolg bei Deiner Bewerbung!

Thesius wünscht Dir viel Glück und begleitet Dich durch Dein gesamtes Studium – von der ersten Hausarbeit bis zur Bachelorarbeit und Masterthesis!


Finde Dein Thema  Booste Deine Umfrage  Stöbere in den JobsZum Forum