Welcher WG-Typ bist Du? Die typischen Mitbewohne
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Mitbewohner Typologie: Welcher WG-Typ bist Du?

Du wohnst bereits in einer WG oder bist gerade auf der Suche nach einer Wohngemeinschaft? Thesius stellt Dir fünf typische Mitbewohner vor und gibt Dir Tipps für’s WG-Casting. Welcher WG-Typ bist Du?


Die Streberin der WG

Die Streberin erklärt beim WG-Casting schon mal die rechtlichen Grundlagen des Untermietvertrags und bringt direkt ihren Zollstock mit, um das zukünftige Zimmer korrekt auszumessen. Wenn ihr 2,50 Meter-Schreibtisch keinen Platz findet, bedankt sie sich höflich und geht, bevor sie mit einem von euch auch nur zwei Sätze ausgetauscht hat.

Beim Einzug müht sich die Streberin ab: Sie hat zwar alle Kartons fein säuberlich beschriftet und bereits mit ihrer App ausgetüftelt, welches Möbelstück wohin kommt, aber von ihren Freunden ist niemand zum Helfen gekommen. Auf Nachfrage erklärt sie: „Wir haben eine Klausur in sechs Wochen, da ist es zeitlich bei den anderen natürlich etwas schwierig!“

Das Zusammenleben mit diesem WG-Typ ist relativ einfach. Aber erwarte bloß nicht, dass neben dem anspruchsvollen Studium noch Zeit für gemeinsame Unternehmungen bleibt! Wenn das Partytier (siehe unten) wieder mal in kleiner Runde – in seiner Welt sind das zehn Kommilitonen – in der Küche vorglüht, bringt sie das allerdings zur Weißglut.


Der betuchte Mitbewohner: Der BWLer

Der BWLer begrüßt alle erstmal mit einem High-Five und lobt anschließend die gute Lage und das tolle Preis-Leistungsverhältnis bezüglich der Quadratmeteranzahl unter Berücksichtigung des Mietspiegels.

Natürlich zieht der BWLer nicht ohne Umzugshelfer inklusive riesigem Umzugswagen um. Schließlich muss ja das 35 qm große Zimmer, in dem vorher ein Pärchen gewohnt hat, bestückt werden. Der während des WG-Castings versprochene 60 Zoll Fernseher sieht in echt tatsächlich noch größer aus.

Wegen des BWLers kennt ihr den Amazon-Paketboten mittlerweile persönlich – inklusive der Namen seiner Frau und Kinder. Die Kartons stapeln sich im Flur und die Philosophin versucht regelmäßig, ihn über Umweltprobleme und Konsum zu unterrichten. Der propagierten Minimalismus à la Marie Kondo lässt diesen WG-Typ kalt. Schließlich floriert die Wirtschaft nur, wenn gekauft wird!


Die Philosophin der WG

Die Philosophin schaut sich ihre zukünftigen WG-Mitbewohner ganz genau an und erklärt bereits im Flur, dass nach Mead die Identität durch Sprache, Spiel und Wettkampf geformt wird. Anschließend rümpft sie die Nase, denn die WG sieht alles andere als minimalistisch aus. „Liest hier jemand Marx?“

Beim Umzug muss ihr armer Freund dann die 45 kg an Bücherkisten hochschleppen, während sie in aller Ruhe überlegt, wo ihre einzige Deko – ein Flaschengarten – den besten Platz findet. Im Kühlschrank braucht sie mindestens ein eigenes Fach. Die veganen Brotaufstriche ohne Plastikverpackung dürfen auf keinen Fall vom Fleischkäse kontaminiert werden!

Für ein gutes Gespräch ist die Philosophin immer zu haben. Die Streberin profitiert davon natürlich, weil niemand sonst Lust hat, über die Qualen der Leistungsgesellschaft und die Hausarbeiten zu quatschen.


Der planlose Mitbewohner: Der Ersti

Der Ersti hat von seinem vorherigen WG-Casting gelernt: Diesmal wartet Mutti im Auto vor der Tür. Vorsichtig und mit leisem Stimmchen tritt er ein und sagt erstmal sowas wie: „Ist die Gegend hier wirklich der coole Teil der Stadt?“

Ohne Eltern geht der Umzug dann allerdings doch nicht. Was dem Ersti an Charisma fehlt, machen seine Eltern wett. Seine Mutti hat neues Geschirr für alle und einen leckeren Kuchen mitgebracht und der Vater repariert mal eben den Wackelkontakt der Waschmaschine, der euch schon seit Monaten Kopfschmerzen bereitet.

Mit dem selbstständigen Wohnen hat dieser WG-Typ aber noch gehörig Probleme. Welche Busse fahren zur Uni? Der NC ist nicht der Notendurchschnitt? Wie lang muss man Nudeln kochen und bei welcher Temperatur geht die Wäsche ein? Nach ein paar Monaten hat er sich aber akklimatisiert und wird meist ein guter Mitbewohner.


Der gesellige Mitbewohner: Das Partytier

Das Partytier kommt mit einem Sixpack Bier und viel Sympathie zum WG-Casting. Euphorisch erzählt er von den kommenden Veranstaltungen und Parties in der Stadt und bekommt sogar aus der Streberin ein „Ich glaub‘, ich komm auch!“ raus.

Der Umzug geht schnell, denn das Partytier hat nicht nur seine Fußballmannschaft, sondern auch seinen ganzen Studiengang dazu überredet, ihm zu helfen. Anschließend wird gefeiert und die WG sieht am nächsten Morgen schlimmer aus als jemals zuvor.

Nun seid ihr zwar Teil der legendärsten Parties und mittlerweile professionelle Beerpong-Spieler, aber die eigene Wohnung könnt ihr als Lernort definitiv streichen. Sowieso ist nicht mehr so ganz klar, wer hier eigentlich wohnt und Miete zahlt und wer nicht.


Tipps für’s WG-Casting

Um zum WG-Casting eingeladen zu werden, musst Du erstmal eine Nachricht schicken. Die meisten Studenten suchen über WG-gesucht.de nach neuen Mitbewohnern. Lies den Text der Anzeige aufmerksam durch, gehe in Deiner Nachricht darauf ein und erzähle auch etwas von Dir selbst. Halte Dich dennoch kurz und bestätige, dass Dir der Einzugstermin passt.

Beim Casting gilt vor allem: Sei Du selbst! Natürlich solltest Du Dich von Deiner besten Seite zeigen, versuche aber dennoch authentisch zu bleiben. Schließlich willst Du mit Deinen zukünftigen Mitbewohnern gut auskommen und herausfinden, ob die Chemie stimmt. Wenn es passt, dann passt’s!

Natürlich gibt es auch absolute No-Gos! Bringe auf keinen Fall Gastgeschenke zum Casting und lass‘ Deine Eltern daheim. Warte, bis Deine potentiellen Mitbewohner Dir die Räumlichkeiten zeigen und erkunde nicht auf eigene Faust. Je nachdem, wie umkämpft der Wohnungsmarkt in Deiner Stadt ist, solltest Du Dich mit Kritik an der WG zurückhalten. Teile aber dennoch Deine Vorstellung von einem guten Zusammenleben mit. Wünschst Du Dir eher eine Zweck-WG oder möchtest Du vieles gemeinsam machen? Teile es mit!


Tipps zum gemeinsamen Leben

Kommunikation, Verständnis füreinander und ein guter Putzplan sind die halbe Miete des friedlichen Zusammenwohnens. Sei offen und ehrlich und sprich Probleme an, bevor Du so wütend bist, dass eine freundliche Aussprache nicht mehr möglich ist. Halte Dich an den Putzplan und respektiere die Zimmer der anderen als deren Rückzugsmöglichkeit.

Eine gemeinsame Haushaltskasse für gemeinsame Anschaffungen und Gebrauchsgegenstände wie Spülmittel und Klopapier ist oft eine gute Idee. Lass Deine Mitbewohner wissen, wenn Du mehrere Freunde einladen oder eine Party schmeißen willst. Schließlich möchtest Du auch nicht eine volle Bude haben, wenn Du am nächsten Tag eine Klausur schreiben musst.


Welcher WG-Typ bist Du?

Die wenigsten von uns fallen komplett in eine Kategorie. Hast Du Dich in einem der WG-Typen wiedergefunden? Obwohl das gemeinsame Zusammenleben in einer WG oft schwierig sein kann, so hat man doch immer jemandem zum Reden da und findet im besten Fall Freunde für’s Leben!

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