Job in der Uni bekommen



  • Ich bin zwar noch kein Doktorand, aber will unbedingt promovieren. An alle Doktoranden: Hattet ihr schon vorher einen Job an eurer Uni bzw. ein Beschäftigungsverhältnis an eurem Institut? Ich habe das Gefühl, dass es echt schwierig ist einen Fuß in die Tür zu bekommen. Ich erfahre gar nicht, wenn es irgendwelche Vakanzen gibt und bin relativ schüchtern. Meine Noten sind sehr gut (1,2 Schnitt) aber dennoch habe ich kaum ein persönliches "Verhältnis" mit irgendeinem Professor. Ich falle einfach trotz meiner guten Leistungen nicht auf :( Wie habt ihr einen Fuß in die Tür bekommen? Ich brauche unbedingt einen Einstieg um nicht am Ende gar nichts zu bekommen. Außerdem will ich unbedingt an meiner Uni bleiben.



  • Hey Doro,

    ich würde zunächst mal sagen: Ja es hilft. Ich habe, bevor ich angefangen habe zu promovieren, mich aktiv an der Uni beteiligt. Ich war ab dem 3. Semester in der Fachschaft, habe seit dem 4./5. Semester verschiedene Tutorien gegeben und war projektbasiert als Hilfskraft für einige meiner Professoren tätig. Dadurch war sehr gut vernetzt und bereits während meines Masterstudiums haben mich drei Profs gefragt, ob ich mir vorstellen kann zu promovieren und dass sie mich betreuen würden.

    Mein Institut ist allerdings auch nicht sehr groß, die Studiengänge sind mit ca. 100 - 150 pro Bachelor Semester und 25 pro Master-Semester eher klein. Wie groß ist denn deine Uni bzw. das Institut an dem du studierst? Natürlich ist es viel schwieriger an einer Massenuniversität aufzufallen. Ich würde an deiner Stelle einfach mal direkt Professoren von dir fragen, ob sie demnächst Hilfe für ihre Forschungsarbeiten suchen, da du dich sehr für eine Stelle interessierst. Außerdem könntest du einfach mal die Fachschaft fragen oder sogar direkt eintreten :)



  • Ich würde donpaul prinzipiell zustimmen. Gute Connections bereits ab dem Bachelor sind sicher kein Muss, helfen aber enorm.

    Sicher gibt es auch die Fälle, in denen eine Stelle an Uni X ausgeschrieben wirst, du bewirbst dich mit deinen Qualifikationen, wirst eingeladen und genommen. Ich kenner selber jemanden, die sich ohne großartige Kontakte auf eine Stelle an einer fremden Uni beworben hat und auch genommen wurde.

    Dennoch sind Kontakte an der Uni quaso das A und O. Nehmen wir an, du willst Dich auch eine Stelle an einer anderen Uni bwerben: Mit einem Empfehlungsschreiben deiner aktuellen Uni klappt das sicherlich viel einfacher. Selbst in den wirklich großen Studiengängen kennt ab einer gewissen Stufe einfach jeder jeden.

    Meine persönliche Geschichte ist ganz klassisch: Ich wurde schon im Bachelor HiWi, weil ich meinem Prof im Proseminar positiv aufgefallen bin.



  • Muss Pikachu auch Recht geben. Kontakte sind immer das A und O und das gilt auch für die Uni. Natürlich kannst du auch ohne einen Job ergattern, leichter hast du es aber immer mit Kontakten und einem Netzwerk.
    Wie groß sind denn deine Seminare? Ich würde an deiner Stelle einfach mal nach dem Seminar zum Prof und ihn fragen, ob es Bedarf gibt. Meistens sind die Profs ja ganz gut informiert und selbst wenn die Studi-Zahl riesig ist, kennt sich das Institut untereinander und weiß meistens was abgeht!



  • Ich habe gerade mein zweites Semester im Master beendet und ja, meine Uni ist definitiv eine Massenuni. Ich denke, dass ich im nächsten Semester wirklich einfach auf ein paar Professoren nach den Seminaren zugehen werde und frage, ob es etwas gibt bei dem ich helfen könnte. Anscheinend gibt es wohl auch aus Ausschreibungen am schwarzen Brett wie ich erfahren habe, aber oft reißen andere Studierende das Jobangebot ab, damit sie weniger Konkurrenz haben. Ich meine, auf der einen Seite verständlich, aber das ist sowas von mies. Würde mir wirklich nicht einfallen.



  • wow, ja dort Arschlöcher gibt es überall. Soll ja auch genügend Studenten geben, die Bücher in der Bibliothek verstecken, Seiten schwärzen, etc. Eine gute Freundin von mir, die Jura studiert hat das regelmäßig mitbekommen.

    Zurück zum Thema: Dein Plan klingt doch gut und vernünftig? Im Seminar gut mitarbeiten und dann mal nachfragen ob man irgendwo helfen kann :)



  • Ich stimme hier auch zu, dass Kontakte knüpfen hier hilfreich sind. Sich extrem aufdringlich anbiedern, ist allerdings auch nicht zu empfehlen; das haben paar Kommilitoninnen von mir immer gemacht und ich hab mich ziemlich fremdgeschämt :D Man muss da ja auch nicht immer in den Seminaren oder mit Leistungen selbst "punkten", sondern sich auch einfach mal auf Veranstaltungen vom Institut oder Fachbereich sehen lassen; bei mir in der Kunstgeschichte bin ich Profs auf Ausstellungseröffnungen oder Kulturevents eh über den Weg gelaufen und dann kann man ja mal nach dem Prinzip "sehen und gesehen werden" gehen und so immerhin schonmal kein komplett fremdes Gesicht für die entscheidenen Personen später sein. Aber wie gesagt: nicht zu aufdringlich, das find ich persönlich einfach unsympathisch und anstrengend und glaube, das kommt dann auch auf lange Sicht nicht sooo gut an.



  • @anna_bu Was hast du da mitbekommen? :D Vielleicht kann ich dann den Tritt ins Fettnäpfchen vermeiden? Wäre sicher eine gute Info. Veranstaltung von der Uni oder bzw mit einem großen Overlap sind auch eine gute Idee. Mein Institut macht eh immer wahnsinnig Programm. Ich glaube, ich mache es dann aber so, dass ich mich einfach dort mit den Profs etc. unterhalte aber nicht was anspreche sondern am Ende des nächsten Semesters wenn ich bis dahin von noch keiner Stelle etwas gehört habe. Was denkt ihr?



  • Ach die sind wirklich in jede Sprechstunde gedackelt und nach jeder Vorlesung standen sie vorne am Tisch um "super interessierte Fragen zu stellen". Und man hat halt gemerkt, dass es die Profs zunehmen nervt und die habens aber nicht gecheckt :D Dass die nicht noch gefragt haben, ob sie denen die Aktentasche zum Büro tragen sollen, war grade alles ... :D



  • Um Gottes Willen, das klingt wirklich peinlich!


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