PhD Buddy - Regelmäßiger Austausch Diss



  • Hallo zusammen,

    ich promoviere seit ein paar Monaten extern, Fachrichtung BWL.

    Dadurch, dass ich extern promoviere, fehlt mir der regelmäßige inhaltliche Austausch mit anderen. Dabei geht es gar nicht so sehr, um die stark fachlichen Themen - diese kann man mit dem Lehrstuhl besprechen - sondern eher um Themen, die man mit gesundem Menschenverstand besprechen kann. Letztes ist bei BWL-Arbeiten häufig möglich - ich weiß nicht, wie es in anderen Fachbereichen aussieht. Für viele psychologischen oder soziologischen Arbeiten trifft das vielleicht auch zu.

    Wenn Du an einer Forschungsarbeit sitzt und Dir ein zusätzlicher "Sparringspartner" gut tun würde, dann melde Dich gerne.

    Schöne Grüße,

    Tobias



  • Hallo Tobias :) Super Beitrag, der spricht mir etwas aus der Seele. Ich bin zwar noch nicht ganz so weit: Werde aber auch parallel zum normalen Berufsleben promovieren, zwar in der Germanistik, aber ich denke, grundlegende "Probleme" teilen wir trotzdem sicher :)



  • Guten Morgen zusammen und lieben Dank für deinen Beitrag, Tobias :)

    Genau für solche Verknüpfungen ist das Forum ja da, denke ich. Ich studiere zwar selbst aktuell "erst" noch im Master, spiele aber auch mit dem Gedanken, danach zu promovieren und zwar dann auch extern.

    Falls das für euch in Ordnung ist, wenn ich euch da einfach um etwas Input bitte, würde mich interessieren:

    1. Warum habt ihr euch zur externen Promotion entschieden?
    2. Wie genau finanziert ihr euch bzw. reicht euch das Gehalt aus euren Jobs oder habt ihr Stipendien aufgenommen oder ins Auge gefasst?
    3. Wie genau sieht euer Zeitplan für die Diss generell und eure Wochenplanung aus?
    4. Aus welcher Motivation heraus habt ihr euch zur externen Promotion entschieden?
    5. Wie reagieren Personen im Arbeits- und Privatumfeld darauf?
    6. Nehmt ihr in eurer Freizeit an Konferenzen und Tagungen teil, um "am Ball zu bleiben" und euer Thema vorzustellen?

    Das sind so die Dinge, die mir aktuell zu dem Thema im Kopf herumschwirren und ich würde mich freuen, wenn ihr da vielleicht ein bisschen von eurer Situation berichten würdet, wenn ihr möchtet :)

    Wünsche euch beiden auf jeden Fall schon einmal viel Erfolg!



  • Hey @lasninjas44 und danke für deinen Beitrag :)

    Da Tobias sich noch nicht darauf gemeldet hat, antworte ich nun mal zu erst.

    Zu deinen Fragen:

    1. Ich bin nicht ganz aus dem akademischen Business raus. Arbeite noch in meinem Institut mit einem Lehrauftrag und einer wissenschaftlichen Assistenzstelle. Meinen Hauptjob habe ich aber außerhalb der Uni und auch mein Doktorvater sitzt in einem anderen Bundesland. Ich wollte einerseits vermeiden, dass mich Personen, mit denen ich schon über lange Jahre hinweg jetzt gute kollegiale Verhältnisse pflege auf einmal anfangen müssen, mich als Doktorvater für meine Arbeit zu bewerten. Das war der Grund, warum ich mir einen Doktorvater in einer anderen Stadt/Uni gesucht habe, allerdings auch, weil der nun deutlich besser "zu meinem Thema passt" sozusagen. Zudem wollte ich weder den Anschluss an die normale Arbeitswelt in der freien Wirtschaft verlieren und nur akademischer Kontext wäre mir einfach zu einseitig von den Arbeitsinhalten her.
    2. Über ein Stipdenium habe ich nachgedacht, allerdings dann eher später für die Druckkosten und die Veröffentlichung. Ich möchte da gerne gänzlich unabhängig sein und finanziere mich über meine sonstigen Jobs. Mal sehen, wie lange das gut geht :D
    3. Ich würde gerne abgeben, bevor ich 30 werde: das ist zum Glück erst in 4 Jahren :D Da ich nebenher viel arbeite, habe ich von Anfang an einen sehr großen Zeitraum gewählt. Nach dem Motto: Alles kann, nichts muss :) Aktuell muss ich zugeben, dass ich nur arbeite und noch keinen richtigen Flow gefunden habe, wann ich Arbeitszeit für die Diss einbauen soll. Vielleicht hat Tobias dazu ja Tipps?! :)
    4. Ich denke mal, du willst wissen, warum wir überhaupt promovieren. Bei mir geht es wirklich nur darum, mich mit dem Thema zu beschäftigen, weil mir das einfach Spaß macht. Sonst keine weiteren Gründe :)
    5. Ach die halten mich eh alle schon für verrückt :D Ich glaube, meine Eltern machen sich da etwas falsche Vorstellungen und denken, ich mache dann krass Karriere (was weder möglich noch gewollt ist). Alle anderen schütteln eher den Kopf, weil ich es einfach nur zum Spaß mache aber eine Hand voll findet es auch cool. Insbesondere meine Cousine, zu der ich eher ein schwesterliches Verhältnis pflege, ist immer super stolz auf mich und erzählt allen immer, "dass ihre kleine Cousine jetzt einen Doktor macht". Voll süß eigentlich :D
    6. Absolut! Leider seltener, als eigentlich geplant. Ich bin leider auf Konferenzen immer etwas schüchtern, aber um mir die Vorträge der anderen anzuhören, nehme ich mich auch mal 1-2 Tage frei und fahre zu einer Tagung. Allerdings bin ich wie gesagt noch nicht so weit, dass ich mein Thema wirklich einem akademischen Publikum vorstellen kann; ich bin mehr noch stille Zuhörerin.


  • Guten Morgen zusammen :) Danke für den kleinen Erfahrungsbericht @miss_metapher! Ich spiele auch mit dem Gedanken, noch extern zu promovieren; weiß aber nicht so genau, wo ich da mit nem Geisteswissenschaftlichen Fach in der freien Wirtschaft am besten andocken kann :D


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