Bürgerbus als ÖPNV-Alternative auf dem Land



  • Hallo liebe Community,

    in meiner BA möchte ich das Thema "Bürgerbus als ÖPNV-Alternative auf dem Land" behandeln. Ich weiß aber nicht, wie ich die Fragestellung formulieren könnte. Es soll um Bürgerbus - auf dem Land in BW - Alternative zum ÖPNV (weil: demografischer Wandel) gehen.

    Hintergrund ist, dass die räumliche Mobilität der Menschen hierzulande als ein sehr hohes Gut betrachtet wird und daher der ÖPNV auch Bestandteil staatlicher Daseinsvorsorge ist. Nun ist es so, dass ÖPNV vor allem dort unterhalten und ausgebaut wird, wo viele Menschen leben, die dann auch zur gleichen Zeit auf bestimmte Verbindungen zugreifen (Kosten-Nutzen-Aspekt). Dies trifft vor allem auf Ballungsräume zu, während ländliche Regionen wortwörtlich "auf der Strecke" bleiben. Dort ist das ÖPNV-Netz häufig nur rudimentär ausgebaut, was zu Mobilitätslücken im ÖPNV führt. Gleichzeitig müssen die Menschen auf dem Land tendenziell weitere Entfernungen zurücklegen, um wichtige Anlaufstellen, z.B. Ärzte, Apotheken, Krankenhäuser, Geschäfte, Behörden, usw. zu erreichen. Wer kann, nutzt den privaten PKW oder greift auf andere Formen der individuellen/privaten Mobilität zurück, da zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Strecken oft zu weit sind - wer das nicht kann oder möchte, wird also abgehängt? Insbesondere ältere Menschen, die eher auf dem Land leben, aber keinen PKW (auch: Fahrrad, etc.) nutzen, trifft dieser Umstand hart, denn sie sind somit schon aufgrund der Region, in der sie leben, in ihrer räumlichen Mobilität eingeschränkt und daher umso mehr auf ÖPNV bzw. alternative Formen der Mobilität angewiesen. Sind diese nicht ausreichend oder nicht bedarfsgerecht vorhanden, sinkt unweigerlich die Lebensqualität. Daraus resultiert Abwanderung in die Städte (junge Menschen und Familien). Die Folge wiederum hieraus: Wenige und vor allem die älteren Menschen bleiben auf dem Land zurück, der ÖPNV wird daraufhin schlimmstenfalls noch weiter abgebaut (Kosten-Nutzen-Aspekt / Auslastung).

    Der Bürgerbus ist hier eine große Chance, denn es werden kleinere Fahrzeuge eingesetzt, die auch bis vor die Haustür fahren können oder in denen eine zusätzliche Person mitfährt, welche den SeniorInnen beim Ein- und Aussteigen behilflich sein kann usw.. Insgesamt erlaubt der Bürgerbus mehr Barrierefreiheit und Bedarfsgerechtigkeit, als dies bei großen Linienbussen der Fall ist, welche teurer umzurüsten sind. Ein Bürgerbus kann entweder nach Fahrplan verkehren, oder auch als Rufbus auf Anforderung. Man kann also viel mehr machen, um invidividuell auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen. Und letztendlich können durch das Ehrenamt, den Bürgerbus, auch Lücken im ÖPNV-Netz gestopft werden, wenn der Bürgerbus gut etabliert und das Konzept auch durchdacht ist (davon gehen wir jetzt mal aus).

    Das wäre der Background dazu. Ich hoffe, ihr habt Ideen! :)



  • Hey sonnemondsterne,

    deine Idee finde ich eigentlich ganz gut. Wie bist du darauf für deine BA gekommen?

    Wie ich es in deinem Text gelesen habe, soll der Bürgerbus bereits entstandene Anbindungslöcher stopfen und nicht wirklich eine vollständige Alternative sein, oder?

    Wie genau unterscheidet sich der Bürgerbus vom normalen Linienbus, abgesehen von den eventuell kleineren PKWs und dass er auch auf Ruf kommt?

    Wie muss das Konzept im Groben aussehen? Was ist dein Studienfach?

    Du könntest dann die Fragestellung unterschiedlich konzipieren ... z.B. "Ist ein Bürgerbus eine sinnvolle Alternative zum öffentlichen Nahverkehr auf dem Land?" oder "Ermöglicht die Konzeption eines Bürgerbusses als Ehrenamt eine bessere Mobilität für ältere Menschen auf dem Land?"

    Das sind erstmal nur Vorschläge. Vielleicht kann ich dir besser helfen, wenn du mir noch ein paar Infos gibst!

    LG!


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