Gute Hausarbeiten schreiben - was sind eure Tipps?



  • Richtiges Zitieren ist die halbe Miete! ;)



  • Richtig zitieren ist wichtig, aber noch wichtiger ist, dass du die grundlegende Literatur nicht vergisst. Schau in die Literaturverzeichnisse von aktuellen Essays und vergleiche, dann erkennt man schnell, welche Literatur nicht fehlen darf. Außerdem eine gute Einleitung. Habe das Gefühl, dass viele Studenten Notenpunkte verschenken. Und vor allem kritisch bleiben! Viele reden einfach nur der Literatur nach, machen sich aber keine eigenen Gedanken und reflektieren zu wenig. Besonders die Methodik wird selten kritisiert. Auf jeden Fall kann ich auch doro recht geben, die meisten haben ein viel zu breites Thema.



  • Ganz einfach: wissen, was der Prof mag! Ich hatte im Studium Professoren, die für echt schlechte, in einer Nacht geschriebene Hausarbeiten 1.3 er vergeben haben, wenn der Stil gut war. Andere Professoren haben noch jede Quelle im Literaturverzeichnis einzeln nachgeschaut. Der Unterschied zwischen den Profs und Seminarleitern war bei uns immer ziemlich krass. Wenn du die richtigen Professoren hattest, konntest du wirklich mäßig sein und ganz einfach mit lauter 1en heimkommen, wenn du die falschen hattest... viel Spaß, zwei Monate mehr Arbeit und eine ganze Note schlechter!



  • Gute Hausarbeiten zeichnen sich zunächst durch die korrekte formale Ausgestaltung aus! Die Zitationsweise muss einheitlich und richtig sein und den Vorgaben entsprechen. Außerdem muss meiner Meinung nach die Seitenanzahl voll erfüllt werden und das Thema mit der Seminarleitung oder dem Professor abgesprochen sein. Dann natürlich das Thema selbst - die meisten Studierenden spezifizieren ihr Thema nicht ausreichend. Eine originelle Idee kann auch nie schaden! Dann natürlich der wissenschaftliche Schreibstil, der nicht bewertet, passiv geschrieben wird (Diese Arbeit untersucht …) und auf umgangssprachliche Floskeln verzichtet. Außerdem eine stringente Argumentationsweise; der rote Faden muss erkennbar sein. Merksatz: Man schreibt immer für einen gebildeten Laien. Definitionen ausreichend darlegen und erläutern, Literatur ausreichend aufbereiten und natürlich auch kritisch hinterfragen (z.B. Messmethode, Untersuchungsdesign kritisieren), einen runden Bogen zum Abschluss finden und einen Ausblick geben!



  • Das kommt total auf den Professor an! Wir haben einige Professoren an unserem Institut, die dafür bekannt sind, wesentlich weeesentlich bessere Noten zu vergeben als alle anderen. Da bekommt man schon mal eine 1.3 für eine Hausarbeit, die man sich nicht mal traut seinen Freunden zu zeigen.

    Dann gibt es natürlich noch die andere Fraktion, die niemals 1.0 vergeben und beim kleinsten Fehler zwei Noten runterbewerten.

    Ganz ehrlich - ich zweifele mittlerweile sehr an dem Notensystem in meinem Studiengang!



  • Hier hab ich auch noch ein bisschen Inspiration gefunden, wie man typische Fehler vermeidet: https://www.uniturm.de/magazin/organisation/typische-fehler-hausarbeit-1294



  • Meiner Meinung nach muss man für eine gute Hausarbeit folgendes erreichen:

    • Einheitliche Zitation
    • Korrekte Formalitäten
    • Gute Gliederung
    • Roter Faden (!)
    • Wissenschaftlicher Schreibstil (Die Arbeit ist nüchtern formuliert und "spricht" für sich selbst)
    • Einen Bogen schlagen zwischen Einleitung und Fazit
    • Gute Hinführung zum Thema und zur Forschungsfrage

    Für eine sehr gute Hausarbeit braucht man zusätzlich:

    • eine sehr interessante und originelle Forschungsfrage
    • einen Prof, der gern sehr gute Noten vergibt
    • Quellen: keine grundlegende Literatur vergessen, keine sehr aktuelle Literatur auslassen
    • einen sehr guten Schreibstil
    • eine ausgezeichnete Argumentationsweise

    Hoffe ich konnte helfen ;)



  • @ziggy Und eine sehr sehr gute Hausarbeit ist zwar wissenschaftlich verfasst, aber in einem klaren, einfachen Stil. Bloß keine schachtelsätze. ;) Ein Freund hat mir verraten, dass sie ihm im Referendariat genau diesen verschraubten Stil wieder abgewöhnt haben. 12 bis 20 Wörter pro Satz, danach wirds unverständlich.



  • Jede Komponente der Arbeit hat ihre eigene Funktion und Ziele. Das Deckblatt informiert über den Autor und seinen Betreuer, dabei nennt man die Forschungsrichtung, den Fachbereich des Autors und den Titel der Arbeit.

    Im Hauptteil beginnt man die Beschreibung der Forschung und legt die Resultate der Forschung offen. Dieser Teil informiert über den aktuellen Forschungsstand der wissenschaftlichen Frage. Der Autor stellt den theoretischen Hintergrund der Arbeit dar und erklärt die Methoden, die der Forscher dabei benutzt hat.
    Im Schluss sollte man darüber berichten, ob der Autor die gesetzten Ziele erreicht hat und welche Schlussfolgerungen er gezogen hat. Hier wird auch die Möglichkeit der zukünftigen wissenschaftlichen Tätigkeit bedacht.



  • Hi @superseobeaver

    wir freuen uns über jede Diskussion im Forum, vor allem über Fachdiskussionen! Allerdings dulden wir keine versteckte Werbung in Form von Links. Wir haben den Link daher entfernt.

    Viele Grüße

    Tim von Thesius


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